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Eifeler Malteser trafen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bonn

Die Bundeskanzlerin auf dem Sitz eines Eifeler „Arctic Cat“. Normalerweise tut das hochmoderne geländegängige Rettungsfahrzeug im Nationalpark Eifel und im Wintersportgebiet Udenbreth Dienst.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 37/2014

Kanzlerin dankt Ehrenamtlichen

Auch Malteser und Rotkreuzler aus der Eifel waren zum persönlichen Treffen nach Bonn eingeladen

Die Gemünder Rotkreuz- und Bergwacht-Sanitäterin Pascasia Schildt machte kurz Platz und stieg für Angela Merkel aus dem Fahrersitz des geländegängigen Rettungs-Quads „Arctic Cat“. Dann fragte die Eifelerin die erste Frau im Staat: „Wollen Sie auch mal?“

Das ließ sich die Regierungschefin nicht zweimal sagen, umfasste beide Lenkergriffe und schwang sich behände in die Fahrerposition des hochmodernen Gelände-Rettungsfahrzeugs aus dert Eifel. Die Euskirchener Rotkreuzleute und ihre Kollegen von Malteser-Hilfsdienst (MHD), Johannitern, Technischem Hilfswerk (THW) und Freiwilligen Feuerwehren waren im Innenhof des in Bonn ansässigen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eingeladen, weil die Kanzlerin und Bundesinnenminister Thomas de Maizière den Wunsch geäußert hatten, mit ehrenamtlichen Vertretern der Hilfs- und Rettungsorganisationen zusammenzutreffen, die bei der Sommerflutkatastrophe 2013 im Einsatz waren.

 

Arbeitsfreistellung für Einsätze wird schwieriger

Dabei wurden nicht nur Höflichkeiten ausgetauscht, berichteten Malteser und Rotkreuzhelfer aus der Eifel. Der Schleidener Rotkreuz-Ortsvereinsvorsitzende und Bergwacht-Verantwortliche Rolf Zimmermann sagte der KirchenZeitung Aachen: „Die Kanzlerin hat nicht nur sehr verbunden und verbindlich zu uns gesprochen, sie wollte auch wissen, wo die Ehrenamtlichen der Schuh drückt.“ Darüber gaben Malteser und Rotkreuzler bereitwillig Auskunft, so Zimmermann: „Wir wünschen uns mehr politische und gesellschaftliche Anerkennung, Akzeptanz und Unterstützung. Damit einhergehend ist zu beklagen, dass es für manche Einsatzkräfte immer schwieriger wird, dafür entsprechende Freistellungen beim Arbeitgeber zu erhalten. Kanzlerin Angela Merkel und Thomas de Maizière haben uns signalisiert, dass sie nicht nur verstanden haben, sondern auch initiativ werden wollen.“

 

„Unsere Lobby bei der Regierung gestärkt“

Für die Bergwacht des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen standen außer der eingangs erwähnten Gemünderin Pascasia Schildt auch Betty Koller und Christoph Kettner, ebenfalls aus Gemünd, Kanzlerin und Minister Rede und Antwort. Rolf Zimmermann betonte, dass die wenigen Dutzend Ehrenamtlichen im Hilfs- und Rettungsdienst von Rotem Kreuz und MHD stellvertretend für alle Ehrenamtlichen in diesem Bereich von Kanzlerin und Innenminister empfangen und befragt worden seien. „Das war herzlich für die ehrenamtlichen Helfer gemeint, die ja stellvertretend für alleine 400.000 Ehrenamtliche im Roten Kreuz stehen“, so Zimmermann: „Es hat unsere Lobby bei der Regierung gestärkt. Und wir sind gespannt, ob es politische Konsequenzen hat.“ Angela Merkel sagte bei dem Treffen: „Mich hat beeindruckt, wie Sie geholfen haben, Not zu lindern. Sie haben Dämme abgedichtet, Keller leergepumpt, aufgeräumt. Sie leisten Großartiges“.

 

Merkel: „Unbezahlbar für die Gesellschaft“

Gerade die Ehrenamtlichen, darunter allein 1,1 Millionen Freiwillige Feuerwehrleute und 400000 Rotkreuzler, seien die tragende Säule des Katastrophenschutzes: „Es ist un-bezahlbar, was Sie für unsere Gesellschaft tun, auch weil Sie sich in Einsätzen der Gefahr für Leib und Seele aussetzen.“


Von Manfred Lang

Veröffentlicht am 12.09.2014

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