Internetportal der Regionen Düren und Eifel
http://internetportal-der-regionen-dueren-und-eifel.kibac.de/nachrichtenansicht?mode=detail&action=details&siteid=1030266&type=news&nodeid=d75411ea-ce74-4bbc-98b5-bbd3bd14f34d
 
 
Veranstaltung zum einjährigen Geburtstag der GdG Heilig Geist Jülich

Mit Patensohn „Lukas“ ließ Propst Josef Wolff zum einjährigen Bestehen der Pfarrei Heilig Geist die Ereignisse Revue passieren.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 03/2014

Konzentriert, nicht zentralisiert

Vor einem Jahr fusionierten im Jülicher Land 16 Gemeinden zur Pfarrei Heilig Geist – Ein Resumée

Die Pfarrei Heilig Geist wurde vor einem Jahr in Jülich aus der Taufe gehoben. Seither leben rund 20000 Katholiken in der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften unter „einem Kirchturm“. Propst Josef Wolff schildert als leitender Pfarrer Dorothée Schenk Veränderungen und Perspektiven.

Sie sehen die Pfarrei Heilig Geist als großen Garten mit einem guten Nährboden. Welche Saat ist denn seit letztem Jahr besonders gut aufgegangen?

Einiges ist uns gut gelungen: Veranstaltungen wie das Namenstags-Fest der Pfarrei zu Pfingsten etwa, außerdem ein gutes Miteinander in den Gremien, gerade dem GdG-Rat. Wir sind uns in vielem näher gekommen. Im Pastoralteam haben wir es geschafft, eine Rollenklarheit zu finden. Festgelegt ist jetzt, wer in welchen Bereichen Ansprechpartner und Repräsentant ist, und auch das Verhältnis zwischen Priestern und Nicht-Priester. Das entspannt die Zusammenarbeit. Natürlich haben wir die Fusion noch nicht völlig verdaut. In den Gemeinden ist noch sehr viel Trauer.

 

Konnten Sie in allen 16 Gemeinden Messe feiern, wie Sie es sich vorgenommen hatten?

Ich bin einmal durch alle Gemeinden „durch“. Die Pfarrei besteht aber ja nicht nur aus den einst selbstständigen Pfarreien. Es gibt darüber hinaus noch weitere Orte kirchlichen Lebens, sei es Overbach, die weiterführenden Schulen, gerade die in kirchlicher Trägerschaft, die Krankenhausseelsorge, Altenheime, die Öku- mene nicht zu vergessen. Es ist mir schon wichtig, überall einmal vorzukommen. Die Menschen sollen Kirche möglichst nah erleben.

 

Ist die Zentralisierung der Verwaltung geglückt?

Es gibt ein Kirchenbuch für die ganze Pfarrei, in der alle Taufen, Beerdigungen, Erstkommunion oder Firmung eingetragen werden. Die alten Kirchenbücher sind noch in den Gemeinden, weil wir keinen Platz haben, alle Bücher zusammenzufassen. Ich bin ein Freund von Konzentration, nicht von Zentralisierung an einem Punkt. Wir sind weit gekommen, aber es hakt oft noch im Detail. Ein Beispiel: Das Meldewesen. Um die 600 Adress-Etiketten für die Firmlinge auszudrucken, musste extra jemand zu uns nach Jülich kommen, um die Konfiguration am Computer einzustellen. Grundsätzlich bräuchten wir mehr Personal.

 

Perspektivisch der Blick nach vorne: Anstehende Aufgaben sind …

… die Regelung unserer Finanzen. Wir wissen immer noch nicht, wie arm wir eigentlich sind. Wir haben keine Eröffnungsbilanz und noch keine Übersicht über die Mittel, die in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zweckgebunden festgelegt sind. Das hemmt uns noch sehr. Im gleichen Zuge: KIM, das Kirchliche Immobilienmanagement. Ich freue mich, dass KIM kommt. Es ist höchst notwendig, dass wir uns unsere Räumlichkeiten einmal angucken, wie das Roncallihaus. Die Leute fragen mich, wann neue Möbel kommen, oder die Deckenbeleuchtung erneuert wird, die Christinastube hat eine Küche, in der es nicht einmal eine Spülmaschine gibt. Es gibt hier viele Baustellen. Und KIM will, dass wir uns diesen Baustellen stellen.

 

2014 stehen auch personelle Veränderungen bevor.

Ich hoffe, dass wir ab April einen neuen Kirchenmusiker als Ansprechpartner für alle Gemeinden haben. Ab Mitte des Jahres werden wir auch einen neuen Küster haben, der ähnlich wie der Kirchenmusiker leitend verantwortlich ist für alle Küster der Pfarrei. Diese Stelle müssen wir noch „basteln“, weil es bislang keine einheitliche Arbeitsplatzbeschreibung gibt. Es gibt eine große Vermischung zwischen Küsterdienst und Ehrenamt, weil diese Menschen in ihren Gemeinden auch sehr aktiv sind.

 

Was ist Ihr Wunsch für das Jahr 2 der Pfarrei Hl. Geist?

… dass wir aufhören zu jammern über das, was nicht mehr läuft. Für 2014 wünsche ich mir, dass es ein Schritt mehr ist von der fernsehversorgten Lehnstuhlkirche zur Aktivität als Christ. 2014 wird noch einmal ein anstrengendes Jahr werden. Aber ich habe ein gutes Gefühl – in dem Sinne, dass wir auf das schauen, was wir brauchen, was der Lebendigkeit von Kirche nützt.


Veröffentlicht am 17.01.2014

Test