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28_Arnoldus

Zu zwei Arnoldus-Liedern mit den Texten von Rudolf Wyrsch trug Kilian Inden die Melodie bei.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 28/2013

Loblied auf den heiligen Arnoldus

Der 18-jährige Kilian Inden verleiht seiner Begeisterung für den Ortspatron vielfach Ausdruck

Beim Erzählen gerät Kilian Inden ins Schwärmen: vom Bürgewald, den Arnoldus einst umritten haben soll und der bis in die 70er Jahre noch sehr groß war, ehe der Tagebau kam. Heimatgeschichte und Erdkunde interessieren ihn.

„Wir sind eine alte Arnoldsweiler Familie, wenn man so will“, erzählt Vater Karl-Heinz Inden, der wie sein Sohn seit seiner Geburt hier lebt. Da passt es bestens ins Bild, dass der 18-jährige Kilian diese Wurzeln weiter verfolgt. Im März 2012 hat er zunächst eine Facharbeit über Arnoldus für das Schulfach Geschichte geschrieben. „Ich interessiere mich schon lange für Arnold“, erklärt Kilian. Geprägt wurde er früh durch seinen Vater, der im Namen der Matthiasbruderschaft mit Gemeindereferentin Stefanie Sieger-Bücken regelmäßig zu  Himmelfahrt eine Jugendwallfahrt nach Trier leitet. Zu den rund 20 jungen Leuten im Alter von 10 bis 20 Jahren gehört auch Kilian.


Zusammenarbeit mit Rudolf Wyrsch

Über eine Matthiaswallfahrt hat dieser mit etwa zehn Jahren auch Rudolf Wyrsch kennengelernt, der bis 1984 Pfarrer in Arnoldsweiler war und 1994 eine Arbeit über Arnoldus als Heft 9 im Forum Jülicher Geschichte veröffentlichte. Als im Frühjahr 2012 eine Facharbeit für Geschichte in der Schule anstand, wählte Kilian Inden das Thema „Die Geschichte der Verehrung des heiligen Arnold von Arnoldsweiler“. Doch damit endete der Kontakt zwischen Inden und Wyrsch keineswegs. Kurze Zeit später erstellten beide gemeinsam den „Kirchenführer durch Klein und Groß Sankt Arnold“ über das alte und das neue Gotteshaus der Gemeinde.
Irgendwie ergab sich dann, dass Kilian während der Vorbereitung zur Arnolduswoche ein Lieder- und Gebetsheft zusammenstellte. Es gab nämlich keines mehr, und Kilian Inden wollte nicht, dass die Musikstücke und ihre Geschichte verloren gingen. Auf der Suche nach Material wurde er nicht nur in einem alten Gebetbuch von 1936 einer alten Bruderschaft, die heute nicht mehr existiert, fündig, sondern auch bei Rudolf Wyrsch, der eine eigene Liedersammlung besitzt, die Wyrsch um einige Strophen und Lieder erweitert hat. Bei der Durchsicht erkannte Inden, dass drei Lieder dieselbe Melodie hatten. Kurzerhand probierte er eigene Tonfolgen aus. Es seien nur einfache Melodien, erzählt er bescheiden. Er habe lediglich darauf geachtet, dass sie gut zu singen seien.


Unterricht an Keyboard und Orgel

Dabei verfügt er schon über einige Kenntnisse. Keyboardunterricht begann er bereits in der dritten Klasse, seit anderthalb Jahren wird er zudem an der Orgel ausgebildet. Derzeit hört er gerne Musik französischer Komponisten wie Charles-Marie Widor oder Léon Boellmann. Aushilfsweise spielt Kilian Inden als Organist zuweilen bei Gottesdiensten, ist derzeit für eine Kindergartenabschlussfeier gebucht. Auch die Klinikkirche des Landeskrankenhauses in Düren hat bereits angefragt, weil dort diesbezüglich Not am Mann ist.
Pfarrer Norbert Glasmacher lässt ihm nicht nur freie Hand, sondern unterstützt Kilian Inden nach Kräften. Er hat beispielsweise das Liederbuch drucken lassen. Seit seiner Kommunion 2004 ist Inden in Arnoldsweiler Messdiener, seit zwei Jahren als einer von drei Gruppenleitern aktiv. Doch jetzt führt ihn sein Weg erst einmal in die Fremde. Der frisch gebackene Abiturient plant, nach Dortmund zu gehen, um Stadtplanung zu studieren. „Ich war immer gut in Erdkunde, hatte darin einen Leistungskurs. Das hat mir Spaß gemacht.“

 

Arnoldus-Oktav

„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“ (Hebr. 13,8) „Hat der Glaube heute noch etwas zu bieten?“ ist das Thema der Arnolduswoche vom 17. bis zum 21. Juli. Feierliche Eröffnung ist am Mittwoch, 17. Juli,  15 Uhr, mit einer heiligen Messe mit Erhebung der Reliquien. Das Festhochamt wird am Sonntag, 21. Juli, 10.30 Uhr, gefeiert. Informationen erteilt  das Pfarrbüro, Tel. 02421/81265.


Von Arne Schenk

Veröffentlicht am 12.07.2013

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