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GdG Heiliger Hermann Josef Steinfeld

Gut gelaunt und offen diskutierten die Teilnehmer ihre Ideen.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 11/2015

Der Perspektivwechsel ist geglückt

GdG Heiliger Hermann Josef Steinfeld macht sich fit für die Zukunft – Konstruktive Zusammenarbeit

Die pastoralen Räume werden immer größer, vielerorts bröckeln traditionelle Glaubensformen, dadurch entstehen neue Herausforderungen. So auch in Steinfeld, wo Haupt- und Ehrenamtliche bei einem Klausurtag gemeinsam am Pastoralkonzept arbeiteten.

Wie können wir unter diesen Vorzeichen heute und in Zukunft als christliche Gemeinde leben? Was können wir tun, damit zukünftig der Glaube an Jesus Christus noch lebendig ist? Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmer des Tages im Kaller Pfarrheim auseinander, zu dem Pater Wieslaw Kaczor und Pastoralreferentin Alice Toporowsky eingeladen hatten.


Pfarreien nicht als „Einzelkämpfer“ sehen

Gut 50 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter aus fast allen Pfarreien der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) nahmen sich Zeit für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Pastoralkonzeptes. „Seit einem halben Jahr beschäftigen wir uns im GdG-Rat und der Steuerungsgruppe damit. Mit diesem Klausurtag möchten wir möglichst viele an diesen Überlegungen beteiligen“, erläuterte Toporowsky.

Voneinander profitieren lautete einer der Vorschläge. Grundsätzlich wolle man das Zusammengehörigkeitsgefühl über die eigene Pfarrei hinaus fördern, um eine große Gemeinschaft zu werden. Aber auch, um Zeit und Kräfte von Haupt- und Ehrenamtlichen zu bündeln. Auf die Jugendseelsorge wurde ein besonderer Fokus gelegt und etwa die Wiedereinführung des runden Tischs zur Jugendarbeit angedacht. Wichtig sei, neue Projektideen mit den jungen Leuten gemeinsam zu entwickeln. Auch an konkreten Vorschlägen mangelte es nicht: Mehr Schulungen für Ehrenamtler und eine GdG-weite Publikation mit einem stets zu aktualisierenden Veranstaltungskalender zählten dazu. Außerdem soll in den Pfarreien kontinuierlich über den GdG-Prozess berichtet werden – in den Gottesdiensten eben-so wie in den neuen sozialen Netzwerken.


Mut fassen für das Abenteuer Veränderung

Zudem soll Steinfeld als geistliches Zentrum gestärkt werden. Inmitten der GdG befindet sich mit drei Steinfelder Ordensgemeinschaften und der Basilika ein geistliches, kulturelles und touristisches Zentrum, das weit über die Eifelgrenzen hinaus jährlich tausende Menschen anspricht. In Steinfeld sollen zukünftig spirituelle (Tagungs-)Angebote ausgebaut werden, um die Rolle als Zentrum der Pilger- und Touristenseelsorge zu festigen. Das sei konstruktiv und tolles Miteinander. Sie seien auf einem guten Weg, bewertete Alice Toporowsky den Klausurtag. „Wir müssen weg von der Kirche aus Stein und hin zu einer Kirche, die aus und mit ihren lebendigen Steinen neu wächst und stärker wird.“

Auch die Moderatoren waren zufrieden. „Der Perspektivwechsel war wichtig. Nicht nur zu sehen, was geht alles nicht, sondern mit welchen Pfründen wir wuchern sollten. Diese positive Blickrichtung ist meines Erachtens aktiviert“, erklärte Michael Kock, der den Prozess als Gemeindeberater begleitet. Karl Vermöhlen, kommissarischer Vorsitzende des GdG-Rates, war ebenfalls begeistert: „Das hat Mut gemacht, weil so viele da waren, wie wir uns erhofft hatten. Der Tag hat gezeigt, dass viele sich einbringen wollen. Wir alle lassen
uns auf das Abenteuer Veränderung ein.“


Von Kirsten  Röder

Veröffentlicht am 11.03.2015

 
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