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Der Berliner Kardinal Raindr Maria Woelki zelebrierte in der Eifel eine Messe zum Hermann-Josef-Fest

Kardinal Rainer Maria Woelki predigte über den heiligen Hermann-Josef.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 21/2013

Waschechte Kölner in Steinfeld

Erzbischof Woelki predigte beim Hermann-Josef-Fest

Es war ein großer Wunsch von Pater Peter Daubner, Superior des Steinfelder Salvatorianer-Klosters, dass der Berliner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, mit der Gemeinde das Hermann-Josef-Fest begeht. „Hermann Josef war ein waschechter Kölner“, so Pater Peter. Auch Kardinal Woelki sei dies.

Und tatsächlich war der Berliner Erzbischof und ehemalige Kölner Weihbischof nun gekommen, um das Pontifikalamt zum Hermann-Josef-Fest zu zelebrieren. Zustande gekommen war der Kontakt über die Mitbrüder in Berlin. „Dort habe ich vorsichtig angefragt, ob es überhaupt im Bereich des Möglichen sei, dass der Erzbischof zu uns kommt“, berichtete Pater Peter.
Vor 853 Jahren wurde der heilige Hermann Josef in Köln geboren. Im Alter von zwölf Jahren kam er zu den Prämonstratensern nach Steinfeld, wo er später zum Priester geweiht wurde. Sein Grab zieht seit jeher zahlreiche Pilger an. „Hermann iJosef gehörte zu den ersten Heiligen, die mich schon als Kind berührten“, erzählte der gebürtige Kölner Woelki zu Beginn des Festhochamtes in der Basilika. So nahm sich Woelki in seiner Predigt auch des „Eifel-Heiligen“ an. „Wenn wir heute das alljährliche Hermann-Josef-Fest feiern, steht vor allem eines im Mittelpunkt: Heiligkeit“, predigte er. Dass zur Heiligkeit alle Menschen ohne Ausnahme berufen seien, habe Hermann Josef bereits als Kind gewusst. Der Legende nach verehrte der aus armem Elternhaus stammende Hermann besonders eine Marienfigur in der Kölner Pfarrkirche St. Maria im Kapitol. Als er dem Jesuskind auf ihrem Arm einen Apfel reichte, habe ihn die Figur der Muttergottes entgegengenommen.
Den Beinamen „Josef“ erhielt Hermann später aufgrund seiner intensiven Verehrung Mariens von seinen Mitbrüdern im Steinfelder Kloster. In Maria, die Hermann Josef so verehrte, sei der Glaube und das Leben zur größtmöglichen Deckung gekommen, so der Erzbischof in seiner Predigt. Sie habe auf die Frage des Engels mit ihrem Leben geantwortet.


Der „Eifel-Heilige“ lockte  viele Gläubige in die Kirche

 Gemeinsam mit Maria, der „eucharistischen Frau“, sei Hermann Josef zum „eucharistischen Mann“ geworden, erklärte Kardinal Woelki. „So erinnert uns der Hermann-Josef-Tag daran, betende, marianische, eucharistische Menschen zu werden.“ Dass Hermann Josef bis in diese Stunde wirke, habe man beim Pontifikalamt erlebt. „Er hat heute Morgen so viele Menschen hierher kommen lassen“, so Kardinal Woelki.
Zur Festlichkeit des Hochamtes trugen unter anderem  Solisten, Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld und der Kirchenchor St. Nikolaus Kall und der Leitung von Regionalkantorin Holle Goertz sowie Hans Peter Göttgens bei. Sie hatten Franz Schuberts Messe Nr. 4 in C-Dur D 452 einstudiert. An der Orgel spielte Bruder Andreas Warler.
Nicht nur der Besuch von Erzbischof  Woelki war ein Grund für eine besondere Festmesse. Denn auch das 40-jährige Bestehen des „Kreises der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“ wurde gefeiert. Da zum Fest des heiligen Hermann Josef stets die gesamte „Steinfeld-Familie“ kommt, hatten die Mitglieder der ersten Stunde den Gründungstag auf das Hermann-Josef-Fest 1973 gelegt. Erster Vorsitzender des Fördervereins war Georg Linden, von 1952 bis 1954 Landrat des Altkreises Schleiden. Später wurde er von den Euskirchener Landräten Josef Linden und Rudi Blaß abgelöst. Seit 1996 hat Landrat Günter Rosenke das Amt inne.


Steinfeld-Freunde engagieren sich bereits seit 40 Jahren

Den stellvertretenden Vorsitz übernimmt traditionell der Superior des Salvatorianer-Klosters. Dieses Amt nahm zunächst Pater Superior Dionysius Glehn wahr. Ihm folgten Pater Karl Hoffmann, Pater Pankratius Kebekus und Pater Hermann Preußner. Seit dem vergangenen Jahr ist Pater Peter Daubner stellvertretender Vorsitzender. In seiner Ansprache während des Pontifikalamtes wies Landrat Rosenke unter anderem auf die rund 335000 Euro hin, die der Förderverein bereits zur Verfügung stellen konnte. Der „Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“ hat sich die Pflege und den Erhalt des Klosters als kulturhistorische Stätte auf die Fahne geschrieben.

 

Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld

Neuanfang mit Investor

Renovierungsmaßnahmen und die Restaurierung von Skulpturen und Kunstwerken sind dem Verein ebenso wichtig wie auch die Förderung sowohl der Erwachsenen- und der Jugendbildung als auch die internationale Jugendbegegnung und die Jugendhilfe. Nicht zuletzt gilt das Engagement des Vereins auch der Förderung von Musik und Kunst. Daher sponsert der Förderverein seit 1994 das „Eifeler Musikfest“. Er kümmert sich dabei auch um die Programmauswahl. Höhepunkt ist stets das Abschlusskonzert in der Basilika am Sonntagnachmittag. Mit rund 320000 Euro konnte der Förderkreis das Musikfest bereits unterstützen. Auch mahnende Worte fand Rosenke: „Vielleicht brauchen wir einen wie auch immer gearteten Neuanfang in Steinfeld, denn immer, wenn es besonders dramatisch aussah, fanden die Menschen in und um Steinfeld noch immer eine Lösung für den Standort.“ Es sei unausweichlich, einen Investor zu finden, der in die Anlage investiere und neue Ideen mitbringe.




Von Johannes  Mager

Veröffentlicht am 25.05.2013

 
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