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WB Reger beim Sozialwerk Eifeler Christen

Weihbischof Reger und Waltraut Haake

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Wieder Achtung und Würde erfahren

Weihbischof em. Karl Reger besucht das Sozialwerk Eifeler Christen e.V.

Monschau, (iba), - „Es geht nicht nur ums Geld verdienen. In Einrichtungen wie dem Sozialwerk Eifeler Christen können Menschen wieder Achtung und Würde erfahren, die ihnen die Arbeitslosigkeit genommen hat.“

Dies betonte Weihbischof em. Karl Reger bei einem Besuch des in Monschauer Stadtteil Imgenbroich beheimateten Vereins im Vorfeld der Solidaritätskollekte für Arbeitslose im Bistum Aachen am Wochenende 9. und 10. Mai 2015.

„Geschichten von langzeitarbeitslosen Menschen sind bedrückend. Sie rufen uns auf, nicht nachzulassen im Engagement für arbeitslose Menschen". Es bleibe Aufgabe der Kirche, so Reger, auf die Probleme der Arbeitslosigkeit, besonders der Langzeitarbeitslosigkeit, hinzuweisen. Mit einer Solidaritätskollekte könne man das Problem zwar nicht lösen, aber sie sei wichtig, um die Arbeit von Einrichtungen wie dem Sozialwerk zu sichern. Weihbischof Reger dankte den im Sozialwerk engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Ihre vielen Stunden seien „nicht mit Geld zu bezahlen".

Diesem Dank schloss sich Margarete Ritter, Bürgermeisterin von Monschau, an. Die Kirche verdiene Respekt für diese Einrichtung. Die Stadt unterstütze deren Arbeit durch die Vergabe von städtischen Aufträgen an das Sozialwerk. „Großartig" sei auch die Mithilfe des Sozialwerks gewesen, als die Stadt Monschau zu Kleiderspenden für Flüchtlinge aufgerufen hatte.

Thomas Tönneßen, Pastoralreferent im Büro der Regionaldekane für die Regionen Düren und Eifel, wies auf die Problematik der Größe der Region hin. Der Besuch des Weihbischofs biete vielleicht die Chance, in Zukunft auch von anderen Kommunen als Monschau Aufträge zu bekommen.

Zuvor hatte Waltraud Haake, 1. Vorsitzende des Sozialwerk Eifeler Christen, die Einrichtung vorgestellt. Das Sozialwerk stellt Arbeitsplätze zur Verfügung, um Arbeitslose wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Es werden Qualifizierungen im jeweiligen Arbeitsfeld und gegebenenfalls sozialpädagogische Maßnahmen angeboten. Neben den Spenden finanziert sich der am 7. September 1995 gegründete Verein über die Erlöse einer Kleider- um Möbelbörse und Dienstleistungen für die Stadt Monschau. So ist zum Beispiel ein Mitarbeiter für die Leerung der Grün- und Biocontainer der Stadt und die Reinigung des Umfelds der Glascontainer zuständig. Zur Zeit gibt es drei festangestellte Mitarbeiter, die vorher arbeitslos waren, und zwei Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen. Sogenannte Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (AGH) bleiben im Schnitt für ein halbes Jahr. Insgesamt sei das Verhältnis sehr familiär, so Haake, was sich auch darin ausdrücke, dass ein ehemaliger AGHler, für den man sich noch um einen festen Arbeitsvertrag bemühe, einfach ehrenamtlich weiterarbeite.

Bei einem Rundgang durch die Werks- und Verkaufsbereiche stellten die Beschäftigten Weihbischof Reger ihre Arbeit vor.

Die Solidaritätskollekte mit dem Titel: „Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt, ... sind wir gefragt!" findet am 9. und 10. Mai 2015 statt. Die Erträge der Kollekte gehen ein in den Solidaritätsfonds, der sich außerdem aus sonstigen Spenden und Kirchensteuermitteln speist. 2014 erhielten über 40 Projekte im Bistum eine Förderung aus dem Solidaritätsfonds. Das Kollektenergebnis des vergangenen Jahres belief sich auf 51.000 Euro. Gespendet werden kann auf das Konto Nr. 105074 bei der Pax-Bank Aachen, BLZ 370 601 93, Name des Kontos: Solidarität für Arbeit; als Verwendungszweck bitte Name und Anschrift eintragen, damit Spendenquittungen ausgestellt werden können.

Bei Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Heinz Backes, Bischöfliches Generalvikariat Aachen, Abteilung Pastoral in Lebensräumen, Tel. 0241/452-475, Mail: heinz.backes@bistum-aachen.de. (iba/Na 042)


Von iba

Veröffentlicht am 23.04.2015

 
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