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Mit den eigenen Stärken anderen helfen

Katholisches Forum Düren-Eifel feiert 50-jähriges Bestehen

Düren, (iba) – Unzählige Stunden Bildungsarbeit mit unzähligen Menschen zeichne das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren-Eifel seit 50 Jahren aus, unterstrich Pfarrer Rolf-Peter Cremer im Jubiläumsgottesdienst.

Dort übte der Domkapitular als Zelebrant und Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung eine Doppelfunktion aus, wie Helga Conzen, Leiterin des Forums, hervorhob.

Wer von den Anwesenden könne gut rechnen oder Fußballspielen? Wer gehe gern ins Theater oder liebe Kreuzworträtsel? Mit diesen Fragen wies Pfarrer Cremer darauf hin, dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken habe. Damit knüpfte er an die von der Fördervereinsvorsitzenden Claire Drube gehaltenen Lesung aus dem 1. Korintherbrief an. Hier heißt es, dass dies ein und derselbe Geist bewirke, der einem jeden seine besondere Gabe zuteile.

Mit den eigenen Stärken anderen zu helfen, sie zu stärken und zu fördern, sei genau das, was die Bildungsstätte seit 50 Jahren mache. Mit der Hilfe eines Mädchen und eines Jungen aus dem Publikum verdeutlichte Cremer die vielfältigen Aufgaben des Forums. So stand ein Bandmaß für das Nähen, mit dem alles einst begann, eine Babypuppe für die Geburtsvorbereitung, ein Legostein für die Eltern-Kind-Gruppen, eine Landkarte für die Studienreisen, ein Ball für Sport und Gymnastik, ein Kochlöffel für die Ernährungs- und Kochkurse sowie ein Kompass für die berufliche Fortbildung. Eine Bibel als Sinnbild für die theologische Basis durfte natürlich nicht fehlen, denn das Evangelium, die Botschaft Jesu ist der Fels, das Fundament der Bildungsarbeit.

Bei einem Eheseminar habe er die Einrichtung vor 35 Jahren kennen gelernt, bemerkte Dürens Bürgermeister Paul Larue, der sich während des Festaktes den Dankworten von Gábor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), anschloss. Die nächste Begegnung Larues erfolgte zweieinhalb Jahre in der „kanonisch richtigen Reihenfolge" später bei einem Geburtsvorbereitungskurs.

Larue, der selber später 15 Jahre lang das Katholische Bildungswerk der Region Düren leitete, bedankte sich im Namen der Stadt Düren für die Arbeit des Forums. Es sei ein gesellschaftlicher Dienst, den die Kirche hier tue. Der Staat sei kein Alleskönner und daher angewiesen auf private und kirchliche Initiativen.

Die „Wandermütterschule Eifel" und die „Mütterschule Düren" hatten Anfang der 60er Jahre Mädchen und Frauen als Hauptzielgruppe ihrer Aktivitäten. 1972 firmierten die Schulen als „Familienbildungsstätten", ehe sie 2006 zum „Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren und Eifel" in Trägerschaft der ctw fusionierten. 14 Festangestellte und über 350 selbstständige Honorarkräfte beschäftigt das Bildungsforum mittlerweile und besitzt somit die Größe eines mittelständigen Betriebes. Zuständig ist das Forum im Bereich von Titz bis Blankenheim, von Nörvenich bis Simmerath.

Das rege Treiben auf dem Gelände des Forums und im „Mehrgenerationenhaus" selber bewies die gute Resonanz der Arbeit in der Bevölkerung. Beim Basteln von Knetmännchen aus mit Sand gefüllten Luftballons, Prägen von Namensbuttons, Pedalo Fahren, Schaukeln oder Spielen an der im Treppenhaus des Forums kreativ aus Baumarktmaterialien erstellten Murmelbahn vergnügte sich sichtlich der Nachwuchs, während sich Jung und Alt an diversen Ständen über aktuelle Projekte informieren konnten.

Demonstrationen mit einem „Babysimulator", einer Puppe in Originalgröße, erklärten, warum Babys schreien, und wie Eltern ihnen dann helfen können. Eingesetzt werden diese „Schreibabys" insbesondere beim „Elternpraktikum für Jugendliche" in Schulen. Die Vermittlung von Kindertagespflegestellen war die Angelegenheit eines weiteren Standes. Rechtzeitig zur Feier wurde die zugehörige Website www.kinderhaende-dueren.de fertig gestellt. Mit dem Lebensende beschäftigte sich derweil der Stand zum Thema „Hospiz".

Stellvertretend für die Verstorbenen, die sich für das Bildungsforum eingesetzt haben, nannten die Pädagogische Mitarbeiterin Agi Beck und der Stellvertretende Leiter Bernhard Rietfort während des Gottesdienstes Brunhild Steg, die 45 Jahre lang als Kursleiterin im Bereich Hauswirtschaft und Kochen wirkte, bevor sie vor den Sommerferien verstarb, und Pfarrer Dieter Sülzen, der von Gründung der Einrichtung bis zu seinem Tod im Februar 2013 Verantwortung im Haus getragen hatte.(iba/Na 160)


Von iba

Veröffentlicht am 02.09.2014

 
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