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Die Vorlage für das Lichterbild St. Florian LAngerwehe

Auf die Sandvorzeichnung stellen die Besucher in der Alten Kirche ihre Kerzen ab und sorgen so für das „Lichterbild“.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 49/2011

St. Florian leuchtet

„Lichterbild“ ist wichtige Einnahmequelle für Langerweher Verein

„Ich weiß auch nicht, wo ich das her habe. Aber mein Opa war auch ein richtiger Künstler.“ Herbert Strassfeld aus Langerwehe engagiert sich im Verein zur Erhaltung der Alten Kirche auf dem Rymelsberg und entwirft seit fast zehn Jahren das „Lichterbild“.

„Eigentlich wollte ich das Lichterbild gar nicht machen“, erinnert sich der 67-Jährige. „Ich dachte, dass ich das nicht kann. Aber der damalige Pastor, Rüdiger Hagens, hat mir Mut gemacht und gesagt: ‚Mit Gottes Hilfe schaffen Sie das schon.‘ Und er hatte Recht.“ Das Lichterbild erstrahlt immer am Töpfermarktwochenende zum ersten Advent.

Die Verantwortlichen vom Verein zur Erhaltung der Alten Kirche verkaufen auf dem Markt im Töpfereimuseum kleine Teelichter, die den Sandlinien entsprechend von Herbert Strassfeld im Altarraum der Kirche aufgestellt werden. „Je mehr Kerzen, desto besser“, lacht Vereins-Vorsitzender Peter-Michael Porschen. „Die Lichteraktion ist für uns wirklich zu einer sehr wichtigen Einnahmequelle geworden.“ An guten Töpfermarkt-Tagen leuchten in der Alten Kirche schon einmal rund 1500 kleine Kerzen. Das Motiv des Lichterbildes ist immer ein anderes, Herbert Strassfeld und seine Vorstandskollegen versuchen, sowohl einen aktuellen, als auch einen Bezug zur Töpfergemeinde herzustellen.

 

20 Stunden Arbeit für ein Kerzenmeer

„Diesmal“, so Herbert Strassfeld, „haben wir uns für den heiligen Florian entschieden, den Schutzpatron der Feuerwehr.“ Ein Dankeschön, denn, so Walter Rosarius: „Die Feuerwehrleute helfen uns immer, wenn wir sie brauchen. Das ist wirklich toll.“ Für Herbert Strassfeld war das Floriansmotiv ziemlich anspruchsvoll. „Ich habe fast 20 Stunden daran gearbeitet“, sagt er. Zuerst zeichnet Herbert Strassfeld verschiedene Entwürfe. Den, der ihm am besten gefällt, überträgt er auf ein Rasterdiagramm. „Die Raster klebe ich mit Folie auf den Kirchenboden. Dann kommt das Bild mit Kreide darauf, die Klebestreifen werden entfernt, und zum Schluss werden die Sandlinien mit einem Trichter gemalt, die dafür sorgen, dass die Kerzen besseren Halt haben“, so Strassfeld. Der rüstige Senior, der auch leidenschaftlich gerne fotografiert, freut sich schon, wenn sein Florian im Kerzenschein erstrahlt. „Das ist ein schöner Moment. Und ich merke auch, dass die Kirchenbesucher dann immer ganz ergriffen sind.“

 


Von Sandra Kinkel

Veröffentlicht am 03.12.2011

 
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